Coming Home - Buchrezension

Lars Amend kannte ich bis dato nur ganz zufällig als Autor der Sprüche meines heurigen Abrisskalenders. Umso mehr war ich dementsprechend neugierig, wie wohl ein Buch von ihm sein mag. Coming Home ist das erste Buch, das ich von Lars gelesen bzw. gehört habe.

Wie schon so oft, habe ich mich auch diesmal für das Hörbuch entschieden, das vom Autor gelesen wird.

Und auch hier: Eine Liebeserklärung an Libby und meine Bibliotheksausweise, die dieses Lesehobby für mich mitfinanzieren.

Im folgenden Abschnitt schreibe ich über die Handlungen im Buch wie auch meine persönlichen Eindrücke. Spoiler werden angekündigt - so könnt ihr entscheiden, weiter zu lesen, oder doch lieber zuerst zum Buch zu greifen, bevor ihr bei diesem Blogbeitrag verweilen möchtet ;)

Worum es geht

Was tun, wenn man die eigene Mutter verliert, an die man noch tausende Fragen stellen wollte? Wer gibt nun die Antworten - brauchen wir sie?

Der Schmerz eines Todes ist für viele nur schwer vorstellbar. Lars Amend schreibt in Coming Home nicht nur über diesen Verlust sondern auch über die Heilung, die darauf folgte.

Das Buch Buch beinhaltet biografische Abschnitte wie auch Referenzen zur Popkultur in Musik, Geschichte und co. und ist geprägt von ehrlichen und tiefgründigen Textpassagen.

Der Klappentext

Abschied und Neuanfang – wie wir aus Krisen Kraft schöpfen können

Nachdem Bestsellerautor Lars Amend in seinen Zwanzigern das Leben eines Rockstars führte, voller Ruhm und mit den ganz Großen der Musikszene, fand er Ruhe und Erfüllung im Familienleben. Doch diese neue Geborgenheit wird jäh erschüttert, als Lars vor einer seiner härtesten Prüfungen der Krankheit und dem Tod seiner Mutter. Durch diese 
persönlichste aller Erfahrungen reflektiert er, was im Leben tatsächlich Bedeutung hat und teilt seine Einsichten in einem Buch, das nicht nur berührt, sondern auch inspiriert.

Der größte Erfolg im Leben ist, bei sich selbst anzukommen


Lars' Das Leben – mit all seinen
Licht- und Schattenseiten– bietet immer die Gelegenheit, in allem einen Sinn zu sehen und in uns selbst ein Zuhause zu finden. 
Coming Home ist das bisher persönlichste Buch des Autors und zugleich eine Einladung, das Leben trotz seiner Unwägbarkeiten anzunehmen und die
eigene Bestimmung zu finden. Lars zeigt, dass es völlig in Ordnung ist, zu straucheln, zu zweifeln und zu hoffen. Denn es sind gerade diese Momente, die uns letztendlich zu uns selbst führen und uns erkennen lassen, wo unser wahres Zuhause liegt.

(Quelle: https://www.goodreads.com/book/show/221039908-coming-home)

Was ich zu diesem Buch sage

Mittlerweile habe ich doch schon einige Bücher aus der Selbstfindung-Kategorie gelesen. Motivierende Sätze wie etwa “starte jetzt, denn die Anzahl unserer morgen sind begrenzt” sind für mich daher nicht neu.

Wäre Coming Home mein erstes Buch aus diesem Genre gewesen, bin ich mir sicher, dass meine Wertung anders ausgefallen wäre.

Dennoch schreibt der Autor ehrlich über den Umgang mit dem Verlust seiner Mutter. Ebenso thematisiert er aber auch den Schmerz, auf viele Fragen keine Antworten mehr bekommen zu können, die Frustration über die Sturheit seiner Mutter, die bis zu ihrem Tod nicht daran glaubte, zu sterben.

Ich denke, dieses Buch ist in erster Linie ein Wake-up-call. Viele Umstände können wir uns in unserem Leben nicht aussuchen. Ob wir dies einer Gottheit, dem Universum oder dem Zufall zuschreiben ist letztendlich eine Sache, die uns frei zusteht, für uns selbst zu entscheiden.

Trotz allem haben wir mit unserer begrenzten Zeit auch die Möglichkeit, zu entscheiden, Dinge anders zu machen. Wie es der Autor im Buch beschrieb:

Wenn den Kellner ignorierst, aber dem Manager dann zunickst, bist das du.

Damit gemeint war, das zählt, wer wir sind, wenn uns niemand sieht. Wer sind wir, wenn wir nicht damit beschäftigt sind, zu performen?

Diese Stellen sind in Erinnerung geblieben

Achtung, ab hier befinden wir uns in der Spoiler Zone :)

  • Wie Lars’ Mutter mit ihrem Sterben umging - nämlich gar nicht. Bis zum Ende ihrer Zeit, hielt sie daran fest, dass alles schon wieder wird. Die Ablehnung der Wahrheit war groß. Meiner Meinung nach gibt es kein Richtig und Falsch, was der “richtige Weg” gewesen wäre

  • Lars’ Akzeptanz seine Mutter nicht ändern zu können. Die Erkenntnis, Menschen nur helfen zu können, wenn sie die Hilfe auch annehmen können, schmerzt oft jenen, die helfen wollen. Zu akzeptieren, dass wir nicht für andere entscheiden können, wie sie ihr Leben leben möchten, verlangt auch oftmals Mut.

Fazit

  • Bewertung: 3/5 Sterne

  • Ein schönes und ehrliches Buch, das Hoffnung gibt. Eine Empfehlung für alle, die eine warme Umarmung brauchen, wenn ihr weg gerade etwas dunkel erscheinen mag.

Danke, dass du bis hier gelesen hast! :) Ich freue mich über dein Feedback oder ein Kommentar! :)

Lead your dreams,
Soso

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